Das sogenannte „gelbe Haus“, das alte Bäckereigebäude in der Hauptstraße in Ballstädt, steht im Zentrum der Berichterstattung über den Ballstädt-Prozess. Immerhin hatte einer der Täter direkt auf eine in dem Objekt beschädigte Fensterscheibe Bezug genommen, bevor er begann auf die Gäste der Kirmesgesellschaft einzuschlagen. Bereits vor dem Überfall war jedoch im Ort und darüber hinaus bekannt, welches Publikum das gelbe Haus nicht nur als Wohnraum, sondern auch als Szene-Location für Konzerte und andere Veranstaltungen nutzt. Weiterlesen
Prozessbeobachtung: 1. Verhandlungstag
Der erste Verhandlungstag endete nach knapp vier Stunden, von denen ein Großteil auf Unterbrechungen entfiel, mit einer Vertagung der Verhandlung auf den 16.12.2015. Der angesetzte Prozesstermin am kommenden Mittwoch entfällt, da durch die Verteidigung mehrere Befangenheitsanträge gegen den vorsitzenden Richter gestellt wurden und diese nun geprüft werden müssen. Weiterlesen
Pressemitteilung der Nebenklagevertretung zum ersten Prozesstag
Der erste Verhandlungstag ist soeben geendet. Im folgenden dokumentieren wir zunächst die Pressemitteilung der Nebenklagevertreter_Innen, ein Protokoll zum ersten Prozesstag folgt.
PRESSEMITTEILUNG
Prozessauftakt – Angeklagte provozieren mit Naziparolen
Erfurt, den 02.12.2015
In dem beim Landgericht Erfurt heute eröffneten Strafprozess wegen eines brutalen Angriffes auf eine Veranstaltung der Kirmesgesellschaft Ballstädt haben die fünfzehn Angeklagten zum Prozessaufakt durch eindeutige T-Shirts und offen getragene Tätowierungen keinen Hehl aus ihrer fortbestehenden Nazi-Ideologie gemacht. „Mit ihrem Auftreten durch eindeutige Kleidungsstücke sowie Tätowierungen stellten die Angeklagten ihre Ideologie erneut für alle sichtbar zur Schau. Die Angeklagten gehören zum harten Kern der Thüringer Neonazi-Szene.“ so der Nebenklagevertreter Rechtsanwalt Maik Elster.
Prozesseröffnung gegen die Neonazi-Schläger von Ballstädt
Heute beginnt am Landgericht Erfurt der Prozess gegen 14 Männer und eine Frau, denen vorgeworfen wird, im Februar 2014 in Ballstädt eine Kirmesgesellschaft überfallen und zehn Menschen zum Teil schwer verletzt zu haben.
„Der anfangs noch von der Polizei als „Kirmesschlägerei“ abgetane Angriff war minutiös geplant und steht für die Militanz und Gewalttätigkeit der Thüringer Neonazi-Szene. Für die zahlreichen Betroffenen bietet der Prozess nun die Chance, dass die Täter und die Täterin für ihr Handeln zur Verantwortung gezogen werden.“ Beschreibt Franz Zobel von in einer Pressemitteilung von ezra die Bedeutung der Verhandlung. Weiterlesen